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Der Rahlstedter Maler Rolf Retz-Schmidt von KulturWerk, Kulturverein und Bürgerverein mit 24 seiner wichtigsten Werke für Rahlstedt wiederentdeckt


Abstrakter Expressionismus. Jeder, der sich mit moderner Kunst ein bisschen auskennt, verbindet mit diesem Begriff wilde, expressive Malerei – aus Amerika. Dass aber die europäische Variante, der Tachismus, einen wichtigen Vertreter in Hamburg-Rahlstedt hatte, wissen nur ganz wenige. Einer der bedeutendsten deutschen Vertreter des Tachismus, Rolf Retz-Schmidt, 1928 im norwegischen Stavanger geboren, 2006 beerdigt auf dem Rahlstedter Friedhof, hat von 1946 bis 1971 Atelierräume im Hamburger Osten, in Rahlstedt, unterhalten. Mit dem ortsansässigen Maler Jens Cords war er befreundet.

Erstmals in Rahlstedt stellen jetzt das KulturWerk, der Kulturverein und der Bürgerverein in den Räumen des KulturWerks 24 Bilder aus Retz-Schmidts wichtiger tachistischer Periode aus. Wie abgeschossene oder explodierte Emotionen wirken die grellen farbigen Flecken auf den großflächigen Bildern. Nach „Tache“ (französisch für Fleck) nannte man in den 1950er Jahren diese „tachistischen“, aus der inneren Bewegung des malerischen Augenblicks entstandenen Bilder. „Im anlaufenden Chaos taumelnd in die Tiefe“ – so charakterisierte Retz-Schmidt 1957 seine Arbeit.


So erregend, faszinierend kann ungegenständliche Malerei sein!


Auf Initiative das KulturWerks kehren 24 Gemälde und Grafiken von Rolf Retz-Schmidt an den Ort ihres Ursprungs zurück, in Zusammenarbeit mit der Galerie beim Schlump, die seinen Nachlass verwahrt. Einer der Höhepunkte der Rahlstedter Kulturwochen!

Bei der Eröffnung am Mittwoch, den 7.September, erinnern seine Nichte Gudula Suskin und der Kulturhistoriker Tim Ewald (Galerie beim Schlump) an Leben und Werk des Künstlers. Der Bürgerverein Rahlstedt zeigt Bildtafeln von den Wohnstätten der Familie Retz-Schmidt.

Ort: KulturWerk Rahlstedt, Boizenburger Weg 7, 22143 Hamburg-Rahlstedt - Zeit: Mittwoch, 7. September, 19:30 Uhr


Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag und Samstag 11 – 13 Uhr

Die Ausstellung ist geöffnet vom 7. September bis 1. Oktober 2022 und Bestandteil der 26. Rahlstedter Kulturwochen